Ein kurzes Wiedersehen

mit Luz Mery Benavides Orrillo

Beim Treffen der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) in Lastrup wurde auch ein kleines Wiedersehen mit Luz Mery Benavides Orrillo, einer Aktionspartnerin von Adveniat, gefeiert. Sie ist 34, studiert in Lima, und sie kämpft für ein Ziel, das sie sich schon als Jugendliche in ihrem Heimatdorf Bambamarca gesteckt hat: Zukunftschancen für junge Menschen auf dem Land zu schaffen. Inzwischen ist sie Lateinamerika-Koordinatorin beim internationalen Dachverband der katholischen Landjugend (MIJARC). Sie war Gast der Adveniat Jahresaktion 2014 mit dem Motto "Ich will Zukunft". Einem berührenden Dankesbrief an Adveniat fügte sie nun aktuelle Fotos von ihrer Tätigkeit bei.

Im Dezember 2014 reiste Luz Mery Benavides Orrillo mit Adveniat durch Deutschland, nach München und Passau, Augsburg und Mainz. Bei Kamingesprächen mit Gruppen der KLJB erzählte Luz vom Alltag im Andenhochland in Peru: von der Schwierigkeit, dort eine Berufsausbildung zu machen. Aber auch von neuen Geschäftsideen der jungen Peruaner auf dem Land, zum Beispiel mit der lokalen kulinarischen Spezialität, Meerschweinchen.

 

Als Luz nach der Jahresaktion im Dezember 2014 von Adveniat ihr Honorar für ihre Vortragsreisen erhielt, standen ihr die Tränen in den Augen. Sie setzt das Geld jetzt für ihr Pädagogikstudium ein, das sie – finanziell – nie für möglich gehalten hätte. Ihren Dank wollen wir weitergeben – denn er gebührt allen, die Adveniat unterstützen:

Herzliche Grüße an die ganze Adveniat-Familie! Ihr seid ganz besondere Unterstützer für mich – ihr tragt so viel dazu bei, meine Träume zu verwirklichen, in persönlicher Hinsicht, aber auch als Leiterin meiner Organisation [des Dachverbands der katholischen Landjugend MIJARC, Anm. d. Red.]. Noch vor wenigen Jahren fühlte ich mich beim Gedanken daran, einen Studienabschluss machen zu können, entmutigt. Es schien mir so weit weg, fast unerreichbar. Ich danke euch von ganzem Herzen für eure Anerkennung, für eure große Aufmerksamkeit. Unendlich dankbar bin ich auch für euer Gespür für Menschen, die sich an der Spitze von sozialen Organisationen für andere einsetzen. Oft hatte ich das Gefühl, dass wir alleine da stehen, dass sich niemand für Menschen wie mich interessiert - für Jugendliche, die ihr Zuhause, ihre Familien verlassen haben, um für eine bessere Zukunft zu kämpfen. Adveniat hat dafür ein Gespür und gibt uns Anerkennung, und das ist für mich von unschätzbarem Wert. Ihr seid ein großes Vorbild, ihr lehrt uns soviel. Danke für alles!

Eure Luz

 

Sie arbeitet weiterhin mit verschiedenen Jugendgruppen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Oft gibt sie Workshops, unter anderem auch mit Hilfe von Spendengeldern. Die Inhalte sind geprägt durch gesellschaftliche und soziale Problemstellungen sowie Lösungsansätze. Zukunftschancen, Selbstbewusstsein, die Rolle der Familie oder die Position der Jugendlichen auf dem Land sind Thema, aber auch die Wichtigkeit von sozialem Engagement in Organisationen. Auch viele kirchliche und glaubensbedingte Fragen und Ansätze werden auf unterschiedliche Art besprochen.

 

Nach ihrer Zeit als Lateinamerika-Koordinatorin beim MIJARC möchte Luz sich auf ihr Studium konzentrieren und verstärkt auf lokaler Ebene in ihrem Heimatdorf tätig sein.

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